Pool-Wärmepumpen heizen das Poolwasser mit Umgebungsluft. Aus 1 kWh Strom werden 4–6 kWh Wärme (COP 4–6). Für einen 20.000-l-Pool zahlst du 679–1.500 €, für 60.000-l-Becken 1.900–2.100 €, für große GFK- oder Einbaupools bis 100.000 l rund 2.500–3.000 €. Inverter-Modelle laufen mit 35–45 dB leiser und sparen 20–30 % Strom gegenüber On/Off-Geräten. Im Vergleich unten findest du 10 Pool-Wärmepumpen aus dem Awin-Partner-Sortiment, sortiert nach Heizleistung. Preise Stand: 25. Mai 2026.
Auf einen Blick
Anschaffung
679–3.000 €
Betrieb/Monat
40–80 €
Aufheizzeit*
24–48 Stunden (20.000 l, 15 → 28 °C)
*20.000 l von 15 auf 28 °C. Unverbindliche Richtwerte, Stand: März 2026.
Pool-Wärmepumpen im Vergleich
Werbung · Affiliate-Links| Modell | Heizleistung | Pool bis | Preis | Typ | App · Kühlung | Bei Pools.shop |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steinbach Waterpower 5000 Steinbach Stahlwand- und Frame-Pools bis 30 m³ | 5,1 kW | 30 m³ | 678,99 € | On/Off | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| BWT Mini Connect 35 BWT Kleine Pools und große Whirlpools bis 30 m³ | 5,0 kW | 30 m³ | 899,99 € | On/Off | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| Steinbach Silent 5 (Inverter) Steinbach Aufstellpools und Frame-Pools bis 25 m³ mit Komfort-Anspruch | 5,0 kW | 25 m³ | 1.298,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| BWT Inverter Connect IC 68 BWT Pools bis 30 m³ mit App-Steuerung und Kühlung im Hochsommer | 6,8 kW | 30 m³ | 1.499,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| Steinbach Silent 9 (Inverter) Steinbach Stahlwand- und Einbaupools bis 40 m³ | 9,0 kW | 40 m³ | 1.648,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| BWT Inverter Connect IC 89 BWT GFK- und Einbaupools bis 45 m³, mittelgroße Anlagen | 8,9 kW | 45 m³ | 1.749,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| Steinbach Silent 13 (Inverter) Steinbach Große Einbau- und GFK-Pools bis 60 m³ | 13,0 kW | 60 m³ | 1.948,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| BWT Inverter Connect IC 125 BWT GFK- und Einbaupools bis 65 m³ mit Premium-Anspruch | 12,5 kW | 65 m³ | 2.099,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| BWT Inverter Connect IC 142 BWT Einbaupools bis 80 m³ und kleinere gewerbliche Anlagen | 14,2 kW | 80 m³ | 2.549,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
| BWT Inverter Connect IC 182 BWT Sehr große Einbaupools und Mehrfamilien-Anlagen bis 100 m³ | 18,2 kW | 100 m³ | 2.999,99 € | Inverter | 📱 · ❄ | Preis ansehen |
Preise und Verfügbarkeit Stand: 25. Mai 2026, Quelle: Awin-Datafeed »Pools.shop DE PRM«. Preise können sich täglich ändern, maßgeblich ist der Wert im Shop.
Methodik der Modell-Auswahl
site/audits/wdfidf-waermepumpe-2026-05-25.md.Modell-Auswahl nach Pool-Größe
Die Pool-Wärmepumpe wird nach dem Pool-Volumen ausgewählt. Faustregel: 1 kW Heizleistung pro 5 m³ Poolwasser. Für einen 20-m³-Pool reicht ein 5-kW-Modell (Steinbach Waterpower 5000 oder BWT Mini Connect 35), für 40 m³ braucht es 8–9 kW (BWT IC 89, Steinbach Silent 9), für 60 m³ und mehr 12–18 kW (Steinbach Silent 13, BWT IC 125/142/182).
Wer früh im April starten oder bis in den Oktober schwimmen will, wählt eine Nummer größer. Bei 15 °C Außentemperatur liefert ein 10-kW-Gerät nur noch 6–7 kW – die Herstellerangaben gelten bei 26 °C Lufttemperatur. In den Übergangsmonaten ist der reale Wirkungsgrad rund 30–40 % niedriger als im Datenblatt.
Wie funktioniert eine Pool-Wärmepumpe?
Eine Pool-Wärmepumpe ist ein kompaktes Außengerät, das in den Filterkreislauf des Pools eingebunden wird. Sie hat nichts mit einer Heizungs-Wärmepumpe für das Haus zu tun: niedrigere Vorlauftemperatur (28–32 °C statt 45–55 °C), kleinerer Volumenstrom, keine Heizkörper-Anbindung und keine BAFA-Förderung.
Ein Ventilator saugt Außenluft an, ein Kältemittel (meist R32 oder R290) entzieht der Luft Wärme. Der Kompressor verdichtet das Kältemittel und erhöht die Temperatur. Über einen Titan-Wärmetauscher geht die Wärme an das durchfließende Poolwasser. Titan ist Pflicht, weil chlor- und salzhaltiges Wasser Edelstahl angreift.
Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt wird. Bei 25 °C Außentemperatur erreichen aktuelle Modelle COP 5–6, Full-Inverter-Geräte teils 7. Bei 15 °C sinkt der COP auf 3–4. Unter 8–10 °C arbeiten die meisten Pool-Wärmepumpen nicht mehr wirtschaftlich.
Inverter, Full Inverter oder On/Off – was lohnt sich?
On/Off-Modelle (z. B. Steinbach Waterpower 5000, BWT Mini Connect 35) laufen volle Leistung oder gar nicht. Sie sind günstig (679–900 €), aber lauter (45–55 dB) und verbrauchen mehr Strom, weil der Kompressor ständig an- und abschaltet. Für kleine Aufstellpools und gelegentliche Nutzung sind sie eine ehrliche Lösung.
Inverter-Pool-Wärmepumpen (Steinbach Silent, BWT IC) regeln die Kompressordrehzahl stufenlos. Sie halten die gewünschte Wassertemperatur konstant, laufen länger im niedrigeren Lastbereich und sparen 20–30 % Strom gegenüber On/Off. Lautstärke 35–45 dB. Mehrpreis: ab 1.300 € statt 700 €.
Full-Inverter-Geräte (BWT Inverter Connect, Poolex Silverline Top) regeln zusätzlich den Ventilator drehzahlvariabel. Vorteil: noch leiser im Teillastbetrieb (35–38 dB), höchster COP bei niedrigen Außentemperaturen. Für Pools ab 40 m³ und ganztägigen Filterbetrieb der wirtschaftlichste Aufbau.
Anschluss und Bypass
Die Pool-Wärmepumpe wird hinter dem Sandfilter in den Filterkreislauf eingebunden. Standardanschluss: 50-mm-PVC-Verschraubung mit Klebemuffe oder 32/38-mm-Schlauchanschluss für Frame-Pools. Reihenfolge: Pumpe → Sandfilter → Wärmepumpe → Chlor-/Salzelektrolyse → Pool-Rücklauf.
Ein Bypass ist Pflicht. Er teilt den Wasserstrom: ein Teil läuft durch die Wärmepumpe, der Rest direkt zurück in den Pool. So bleibt der Filtervolumenstrom hoch genug für eine saubere Filtration, während die Wärmepumpe mit optimal langsamem Durchfluss (3–5 m³/h) heizt. Bypass-Sets kosten 40–120 €, bestehen aus drei Kugelhähnen oder einem 3-Wege-Ventil.
Elektrik: Modelle bis etwa 6 kW (Steinbach Mini, Waterpower 5000, BWT Mini Connect 35) laufen an einer normalen 230-V-Schuko-Steckdose. Inverter-Modelle ab 8–9 kW brauchen meistens 400-V-Drehstrom vom Elektriker. Ein FI-Schutzschalter ist in jedem Fall Pflicht.
Aufstellort und Lautstärke
Mindestabstände laut Hersteller-Datenblättern: 50 cm Wandabstand auf der Ansaug-Seite, 1,5–2 m freier Raum auf der Abluft-Seite, 30 cm seitlich. Der Ventilator bläst kalte Abluft aus – nicht Richtung Sitzecke oder Nachbarterrasse ausrichten.
Lautstärke variiert je nach Bauart: On/Off-Geräte 45–55 dB in 1 m Entfernung (Kühlschrank-Brummen bis normales Gespräch), Inverter-Modelle 38–45 dB (leises Gespräch), Full-Inverter im Teillastbetrieb 35–38 dB (geflüstertes Gespräch). Mindestens 3 m Abstand zum Nachbargrundstück einplanen, sonst drohen Beschwerden nach der TA Lärm (50 dB tagsüber in Wohngebieten).
Stromkosten realistisch berechnen
Rechenbeispiel: 20.000-l-Pool, Erstaufheizung von 15 auf 28 °C. Benötigte Energie rund 300 kWh thermisch. Bei COP 5 braucht die Wärmepumpe 60 kWh Strom. Bei 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026) kostet die Erstaufheizung etwa 22 €.
Laufender Betrieb: ein abgedeckter Pool verliert 3–5 kWh/Tag, ein offener Pool 8–15 kWh/Tag. Bei 5 Monaten Saison und COP 4 liegen die Stromkosten zwischen 60 € (abgedeckter 20-m³-Pool) und 250 € (offener 50-m³-Pool) pro Monat. Eine Solarfolie reduziert die Werte um 50–70 %.
Tipp: Filterlauf mit Heizbetrieb koppeln. Sinnvolle Laufzeit 6–10 Stunden pro Tag, vormittags und abends. Nachts arbeitet die Wärmepumpe mit niedrigem COP, lohnt sich nur in Nachtstrom-Tarifen.
Pool-Wärmepumpe und Solar kombinieren
Solarabsorber und Pool-Wärmepumpe ergänzen sich gut. Der Absorber heizt kostenlos bei Sonne, die Wärmepumpe übernimmt morgens, abends und an bewölkten Tagen. Eine Differenztemperatur-Regelung (80–250 €) steuert das automatisch: liegt die Absorber-Austrittstemperatur über der Poolwasser-Temperatur, läuft der Solar-Kreis, sonst die Wärmepumpe.
Stromersparnis im Hybrid-Betrieb: 20–30 % gegenüber reiner Wärmepumpen-Nutzung. Eine Solarfolie auf der Wasseroberfläche reduziert den nächtlichen Wärmeverlust zusätzlich um 50–70 % und verlängert die Badesaison um 4–6 Wochen.
Winterbetrieb und Frostschutz
Pool-Wärmepumpen sind keine Ganzjahres-Geräte. Im Winter bleiben sie ungenutzt, müssen aber frostfrei gelagert werden. Vor dem ersten Frost: Wasserkreislauf entleeren, Wärmetauscher und Verrohrung mit Druckluft ausblasen, Gerät mit einer Schutzhaube abdecken (Steinbach-Cover 33 € für Silent-Reihe, BWT-Schutzhauben 50–80 €).
Wer bis November oder ab März schwimmen will, braucht eine Pool-Überdachung. Ohne Überdachung sind Wassertemperaturen über 24 °C bei Außentemperaturen unter 10 °C selbst mit großer Wärmepumpe unwirtschaftlich – der COP fällt unter 3, die Stromkosten steigen exponentiell.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- +Hoher Wirkungsgrad mit COP 4–6 bei moderater Außentemperatur
- +Wetterunabhängig ab 8–10 °C Außentemperatur
- +Automatische Temperatur- und Filterzeit-Steuerung
- +Inverter-Modelle mit App-Steuerung und Kühlfunktion im Hochsommer
- +Badesaison von April bis Oktober realistisch
- +Niedrigere Betriebskosten als jeder elektrische Durchlauferhitzer
Nachteile
- –Hohe Anschaffungskosten ab 1.300 € für leise Inverter-Modelle
- –Lautstärke 35–55 dB, Aufstellort braucht Wandabstand
- –Heizleistung sinkt unter 10 °C Außentemperatur deutlich
- –Stellplatz im Freien mit freier Luftzirkulation nötig
- –Modelle ab 10 kW brauchen oft 400-V-Drehstrom
Weiterführend
Häufige Fragen
Welche Pool-Wärmepumpe für 30 m³?
Für einen 30-m³-Pool reichen 5–7 kW Heizleistung. Sinnvolle Modelle: Steinbach Waterpower 5000 (5,1 kW, 679 €), BWT Mini Connect 35 (5 kW, 900 €) oder Steinbach Silent 5 als leiseres Inverter-Modell (1.299 €). Wer früh im April starten will, wählt die nächste Stufe (BWT IC 68 mit 6,8 kW).
Inverter oder On/Off – was lohnt sich?
Bei täglicher Nutzung über 3+ Monate amortisiert sich ein Inverter-Modell durch 20–30 % Stromersparnis und ist mit 35–45 dB deutlich leiser. On/Off lohnt nur für gelegentliche Nutzung kleiner Aufstellpools. Faustregel: ab 600 € Stromkosten pro Saison ist der Inverter-Mehrpreis nach 2–3 Saisons drin.
Brauche ich einen Bypass?
Ja, in 95 % der Fälle. Der Bypass teilt den Wasserstrom: ein Teil durch die Wärmepumpe (3–5 m³/h optimal), der Rest direkt zurück in den Pool. So bleibt der Filterdurchfluss hoch genug. Bypass-Sets kosten 40–120 € und gehören zur Standard-Installation.
Brauche ich Drehstrom für die Pool-Wärmepumpe?
Modelle bis etwa 6 kW (Steinbach Waterpower 5000, BWT Mini Connect 35) laufen an 230-V-Schuko. Inverter-Modelle ab 8–9 kW brauchen meistens 400-V-Drehstrom vom Elektriker. Bei den größeren BWT-IC-Modellen ab IC 89 ist Drehstrom Pflicht. Immer einen FI-Schutzschalter vorsehen.
Wie laut ist eine Pool-Wärmepumpe wirklich?
On/Off-Geräte 45–55 dB in 1 m Entfernung, Inverter-Modelle 38–45 dB, Full-Inverter im Teillastbetrieb 35–38 dB. Zum Vergleich: 40 dB ist ein leises Gespräch, 50 dB ein normales Gespräch. In Wohngebieten gilt nachts ein Grenzwert von 35 dB an der Nachbargrundstücksgrenze (TA Lärm).
Wann sollte die Pool-Wärmepumpe laufen?
Gekoppelt mit dem Filterbetrieb, 6–10 Stunden pro Tag. Sinnvolle Zeitfenster: vormittags 8–12 Uhr und abends 17–21 Uhr. Nachts arbeitet die Wärmepumpe mit niedrigerem COP wegen kalter Außenluft – nur in Nachtstrom-Tarifen oder bei sehr großen Pools wirtschaftlich.
Pool-Wärmepumpe oder Solarheizung – was ist besser?
Solarheizung ist günstiger in Anschaffung (200–1.500 €) und Betrieb (0 € Strom), aber wetterabhängig. Die Pool-Wärmepumpe heizt zuverlässig bei jedem Wetter ab 10 °C Außentemperatur. Beste Lösung: beides kombinieren. Solar für sonnige Tage, Wärmepumpe als Backup. Stromersparnis im Hybrid-Betrieb 20–30 %.
Ist eine Pool-Wärmepumpe BAFA-förderfähig?
Nein. Förderprogramme wie BAFA oder KfW gelten nur für Heizungs-Wärmepumpen, die das Haus heizen. Pool-Wärmepumpen sind Komfort-Geräte ohne Förderung.